Standorte des
Herz- und Gefäßzentrums:

an der Klinik Immenstadt

Im Stillen 3
87509 Immenstadt
Tel: 08323/910-8950

am Klinikum Kempten

Robert-Weixler-Straße 50
87439 Kempten/Allgäu
Tel: 0831/530-2217

Interventionelle Verfahren der Kardiologie

  • Ambulante Herzkatheteruntersuchung (Rechts-/Linksherz-katheter) einschließlich Koronararteriendarstellung 

    Bei einer Herzkatheter-Untersuchung werden Herz und Herzkranzgefäße (Koronararterien) mit Hilfe des Röntgenverfahrens untersucht. Dabei wird vom Arm oder der Leiste ausgehend ein winziger Kunststoffschlauch über die Arterie bis in die linke Herzkammer vorgeschoben und ein Kontrastmittel für die Röntgendarstellung eingebracht. Die Herzkrankgefäße und die Tätigkeit der Herzklappen lassen sich so bildlich darstellen, und der Herzspezialist kann eventuelle Engstellen erkennen und gegebenenfalls beseitigen. 

  • Stationäre Herzkatheteruntersuchung (Rechts-/Linksherzkatheter) einschließlich Koronararteriendarstellung 

    Herzkatheteruntersuchungen können im Herz- u. Gefäßzentrum Oberallgäu-Kempten auch stationär durchgeführt werden. Für eine stationäre Herzkatheteruntersuchung wird man sich im Gespräch mit dem Patienten dann entscheiden, wenn durch Begleiterkrankungen z.B. der Niere oder der Lunge ein besonders hohes Risiko für Komplikationen der Herzkatheteruntersuchung vorliegt. 

  • Aufdehnung von Engstellen der Herzkranzgefäße (PTCA) und Einbau von Gefäßstützen (Stents)

    Die perkutane transluminale coronare Angioplastie (PTCA) ist ein Verfahren zur Erweiterung verengter Herzkranzgefäße (Koronararterien). Dabei wird ein Ballonkatheter an die Engstelle im Gefäß gebracht. Ein Ballonkatheter ist ein dünner, biegsamer Kunststoffschlauch, an dessen Ende sich ein aufblasbarer Ballon befindet. Für den Einbau einer Gefäßstütze (Stent) ist kein großer chirurgischer Eingriff nötig, ein Stich in die Leisten- oder Handgelenksarterie genügt. Von dort wird der Stent mit einem feinen Draht zu der durch den Ballon erweiterten Engstelle im Blutgefäß geschoben. Er hilft, eine erneute Wiedereinengung der Arterie zu verhindern.

  • Druckdrahtmessung

    Bei sogenannten Intermediärstenosen, das heißt für die Durchblutung des Herzmuskels grenzwertig bedeutsame Engstellen der Herzkranzgefäße, ist zur Ischämiediagnostik (Beurteilung der entsprechenden Relevanz der Stenose) die Druckdrahtmessung im Rahmen der Herzkatheteruntersuchung der Goldstandard. Dabei wird über einen Druckdraht ein Druckgefälle zwischen dem Gefäßabschnitt vor und hinter der Stenose unter maximaler Gefäßweitstellung gemessen. Zeigt sich dabei eine hämodynamisch relevante Stenose, kann diese sofort über den Druckdraht mit einer Ballondilatation und/oder Stentimplantation behandelt werden.

  • Herzmuskelbiopsien zur Differenzialdiagnostik der Herzmuskelschwäche

    Neuerdings werden unklare Einschränkungen der Herzfunktion durch sogenannte Herzmuskelbiopsien weiter untersucht. Dabei werden dem Herzmuskel aus der Spitze der rechten Herzkammer kleine Proben entnommen, die differenzierte feingewebliche und molekularbiologische Untersuchungen ermöglichen. Besonders bedeutsam ist dabei die Diagnose einer chronischen Virusinfektion des Herzens, weil dann über antivirale Behandlungen, z.B. mit b-Interferon 1B, nachgedacht werden kann. 
  • Herzschrittmacher- und Defibrillatorimplantationen

    Der Herzschrittmacher kann verschiedenartige Störungen im elektrischen Leitsystem des Herzens beheben, in dem er bei einer Verlangsamung des Herzrhythmus oder bei vorübergehendem Stillstand einen elektrischen Impuls abgibt. Dieser bringt den Herzmuskel zum Schlagen und damit wieder in den richtigen Takt. Ein Defibrillator ist eine Art Herzschrittmacher, der Tachykardien aus den Herzkammern einschließlich Kammerflimmern beenden kann. Dies erfolgt über eine schnelle Impulsabgabe an die Herzkammern oder - falls notwendig - auch durch einen Elektroschock.

  • Interventioneller Verschluss des persistierenden Foramen ovale (PFO) und des Vorhofseptumdefektes (ASD).

    Eine verbleibende schlitzförmige Öffnung zwischen den Vorhöfen des Herzens (PFO = persistierendes Foramen ovale)  kann eine mögliche Ursache für einen Schlaganfall sein. Ist eine aus diesem Grund erforderliche dauerhafte Blutverdünnung (orale Antikoagulation z. B. mit Marcumar) nicht möglich oder erwünscht, kann das PFO mit einer Art Schirmchen (PFO-Occluder) im Herzkatheterlabor verschlossen werden.

    Dieses Verfahren kann auch zum Verschluss eines Vorhofseptumdefektes (ASD) durchgeführt werden, der unbehandelt zu einer Rechtsherzschwäche mit daraus resultierender Ruhe- und Belastungsluftnot führen kann.
  • Herzklappenersatz durch die Leiste in Zusammenarbeit mit der Sana Herzchirurgie Stuttgart

    Hier wird über ein katheterbasiertes Verfahren eine neue Herzklappe (Aortenklappe) durch die Leiste bis an die vorgesehene Position im Herzen geschoben. Diese biologische Herzklappe (Schwein oder Rind) sitzt auf einem Stent, der nach Aufdehnung der verengten Aortenklappe über dieser entfaltet wird. Die neue Herzklappe sitzt dann in dem entfalteten Stent wieder an der ursprünglichen Klappenposition. 
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