Angiologie Behandlung von Gefäßerkrankungen

Die Angiologie befasst sich mit Erkrankungen der Gefäße im Allgemeinen. Diese Erkrankungen können große, so genannte „arterielle“ Gefäße betreffen, die vom Herzen wegführen und über welche die Organe des Körpers mit Blut versorgt werden. Ein Beispiel für Erkrankungen der Arterien ist die „Schaufensterkrankheit“, bei der Patienten aufgrund von Durchblutungsstörungen der Beine nur eine kleine Strecke gehen können. Weiterhin können aber auch kleinere Blutgefäße, z.B. im Rahmen chronischer Entzündungen des Körpers, betroffen sein. Ein Beispiel hierfür sind Durchblutungsstörungen der Hand. Zudem beschäftigt sich die Angiologie mit venösen Erkrankungen, z.B. Thrombosen oder Krampfadern.

Zur genauen Diagnostik verfügt der Angiologe über ein breites Spektrum von Methoden. Neben medikamentösen und physikalischen Therapien nehmen in letzter Zeit kathetergestützte (interventionelle) Verfahren einen immer größeren Raum in der Behandlung ein.
Dabei arbeitet der interventionelle Angiologe eng mit dem Gefäßchirurgen zusammen, um das jeweils beste und schonendere Behandlungsverfahren für jeden einzelnen Patienten festzulegen.

Allgemeine Diagnoseverfahren Gefäße unter Beobachtung

Medikamentöse Therapie in der Angiologie

Der Wirkstoff Cilostazol sorgt für eine effiziente Behandlung der peripheren arteriellen Verschluss-krankheiten (PAVK), insbesondere der Schaufensterkrankheit. Es ist das einzige Medikament, dem in größeren Untersuchungen nachgewiesen wurde, das es die Gehstrecke der Patienten deutlich verlängern, die Schmerzen lindern und die Lebens-qualität der Betroffenen verbessern kann.

Der Wirkstoff  setzt an drei Angriffspunkten an:

  • Das Medikament hemmt die Einsprossung der glatten Gefäßmuskulatur – das Gefäß bleibt damit weit.
  • Das Medikament stärkt zudem die Wirkung von Prostazyklin (ein in der Gefäßwand gebildeter Stoff, der die Gefäßmuskulatur entspannt). Auf diese Weise wird die Funktion der Gefäßinnenwand verbessert und das Gefäß erweitert. Das Blut kann wieder besser fließen.
  • Außerdem hemmt Cilostazol die Aktivierung von Thrombozyten (Blutplättchen) und hindert somit ihr Verkleben

Bei der Einnahme des Medikaments sind bestimmte Dinge zu beachten, insbesondere in Bezug auf Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten.
Zusätzlich zur medikamentösen Therapie ist es erforderlich, typische Risikofaktoren zu bekämpfen.

Interventionelle Verfahren der Angiologie

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